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Inhaltsangabe:
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Einleitung
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Kurzkonzept des Café Connection
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Situationsbeschreibung in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen
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Klientelbeschreibung
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Elternkreis
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Switch - Frühintervention für junge erstauffällige SuchtstoffkonsumentInnen
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Diese Einrichtung wird gefördert durch den Bezirk Schwaben
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Jahresbericht 2010
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-- Café Connection --
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Das "Café Connection" der Suchtberatungs.- und Behandlungsstelle Donauwörth ist ein niedrigschwelliges Angebot für junge Suchtgefährdete
und Abhängige im ländlichen Bereich.
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Das Café Connection wurde im November 1996 mit zwei Personalstellen eröffnet.
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Seit der Kürzung einer ½ Personalstelle durch den überörtlichen Sozialhilfeträger mussten die Aufgabenbereiche der MitarbeiterInnen
innerhalb der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Donauwörth neu aufgeteilt werden. Herrn Niels Pruin (Dipl. Sozialpäd./-arbeiter
FH) ist seit Beginn des Kontaktladens vollzeit im Café Connection beschäftigt. Die weitere ½ Personalstelle wird von Frau
Susanne Mayer (Dipl. Sozialpäd.) besetzt.
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Für 2010 liegt der vierzehnte komplette Jahresbericht vor. Die Statistik, die die MitarbeiterInnen im Laufe des Jahres erstellten,
ermöglicht genaue Angaben über Kontakte zu KlientInnen und in Anspruch genommene Angebote.
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Der Kontaktladen versteht sich als Beratungs- und Anlaufstelle für DrogenkonsumentInnen und Abhängige, deren Freunde und Angehörige.
Es wird allgemeine Hilfe angeboten, um auf eine Verbesserung der Lebenssituation der betroffenen KonsumentInnen hinzuwirken
(harm reduction). Oberstes Ziel des Angebotes ist es, die Lebensbedingungen im Alltag der Betroffenen zu verbessern und ihnen
beratend zu Seite zu stehen. Gerade deshalb ist es wichtig, den Kontakt zu den DrogenkonsumentInnen aufzubauen und zu erhalten,
die sich weiterhin in der Szene aufhalten und Drogen konsumieren. Sie haben die Möglichkeit, Ruhe zu finden, von der Hektik
und Drogenbeschaffung abzuschalten und Kontakte zu MitarbeiterInnen aufzunehmen um Beratungsgespräche zu führen.
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Dazu steht zum Kochen eine gut ausgestattete Küche bereit, es wurde ein Aufenthaltsraum eingerichtet, in dem auch Lesematerial
(Tageszeitung, Zeitschriften, Fachliteratur) ausliegt. Im Bad sind außer den Möglichkeiten zur Körperhygiene auch Waschmaschine
und Wäschetrockner vorhanden. In den beiden Büros gibt es Beratungsecken und eine Ruhemöglichkeit.
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Während und neben den wöchentlich 10 Stunden Öffnungszeit des Kontaktladens unterstützen die MitarbeiterInnen die BesucherInnen
durch Vermittlung von Hilfen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Existenzsicherung, medizinische Grundversorgung und Vermittlung
in andere Einrichtungen (z.B. Entgiftung, Therapie). Sie unterstützen beim Umgang mit Eltern, Schule, Ausbildungs- Arbeitsstelle,
Ämtern, Ärzten, Polizei und Staatsanwaltschaft.
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Das Konzept erhöhter Drogenakzeptanz (kein Clean- oder Abstinenzanspruch für die BesucherInnen des offenen "niedrigschwelligen"
Bereiches) vermindert die Schwellenängste der Betroffenen und wirkt vertrauensbildend.
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Außerdem bieten die MitarbeiterInnen des Café Connection mit ihren 1 1/2 Personalstellen neben den 10 Stunden Öffnungszeit
des Kontaktladens zusätzliche Beratungsgespräche für betroffene Jugendliche/junge Erwachsene und Angehörige, referieren bei
Sekundärprävention im Jugendbereich, organisieren und leiten regelmäßig die Selbsthilfegruppe für Eltern, beteiligen sich
an Arbeitskreisen, bieten regelmäßig ein Gruppenangebot "Switch" für junge erstauffällige SuchtstoffkonsumentInnen an und
beraten seit 2006 interessierte KlientInnen über Gruppen-, Einzelchats und Email, online.
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Die Drogenszene in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen setzt sich zusammen aus verschiedenen Kleinszenen, die untereinander
Kontakt haben. Treffen finden in Privatwohnungen sowie in öffentlichen Lokalen oder Cafés statt.
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Das Alter der z. Zt. Betreuten im offenen niedrigschwelligen Bereich liegt zwischen ca. 15 und 40 Jahren. Unter diesen KlientInnen
befinden sich KonsumentInnen von Heroin, Kokain, Designerdrogen, Medikamenten, Alkohol, Cannabis, Pilzen und anderen psychedelischen
Drogen. Die Szenen der UserInnen von harten Drogen, UserInnen von Designerdrogen und UserInnen von weichen Drogen sind prinzipiell
getrennt, obwohl sich die KlientInnen im ländlichen Bereich gegenseitig kennen.
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Weiterhin ist festzustellen, dass sich die Szene der HeroinkonsumentInnen mit der Szene der AlkoholkonsumentInnen vermischt
hat. Unter anderem wird vermehrt Alkohol konsumiert, weil teilweise wenig oder sehr schlechtes Heroin auf dem Markt ist. Daneben
gehören zunehmend ältere, mit Methadon oder Subutex Substituierte, die oftmals zusätzlich Alkohol und psychotrope Medikamente
konsumieren, zum Klientel des Café Connection. Obwohl die Anzahl reiner AlkoholkonsumentInnen, die sich im Kontaktladen aufhalten,
angestiegen ist, ist momentan polyvalenter Konsum häufig und wird von KlientInnen oft als unproblematisch gesehen.
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Außerhalb des offenen Bereiches des Café Connection nutzen viele Angehörige und Jugendliche, hauptsächlich THC Konsumenten
das höherschwellige Beratungsangebot. Der Kontakt über die virtuelle Beratungsstelle wird häufig von jungen Menschen im Alter
zwischen 15 - 25 Jahren aufgenommen.
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Der Elternkreis für die Landkreise Donau-Ries und Dillingen wurde Juni 1999 wieder gegründet. Die Eltern Betroffener aus der
Donauwörther, Dillinger und Nördlinger Umgebung treffen sich regelmäßig im Café Connection. Zum festen Kreis gehören ca. 15
Mütter und Väter, die die Abende nutzen, um sich auszutauschen und neue Informationen über Drogen zu erhalten. In den letzten
Jahren ist der Elternkreis in Donauwörth zu einer festen Gruppe geworden, in dem gerne weitere Eltern aus den Landkreisen
Donau-Ries und Dillingen aufgenommen werden. Die Treffen in Donauwörth finden im Kontaktladen für Suchtgefährdete und Abhängige
"Café Connection", Zehenthof 3, 86609 Donauwörth, statt.
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Die Switch-Gruppen in Donauwörth werden seit dem Februar 2004 im Café Connection angeboten. Ziel dieses Angebotes ist es,
dass junge erstauffällige SuchtstoffkonsumentInnen im Alter zwischen 14 - 21 Jahren ihren eigenen Umgang mit psychoaktiven
Substanzen reflektieren. Sie sollen persönliche Grenzen kennenlernen und zu einer Einstellungs - und Verhaltensänderung motiviert
werden. Grundlegendes Ziel ist es, die Entwicklung zu einem missbräuchlichen bzw. abhängigen Drogenkonsum, sowie eine erneute
strafrechtliche Auffälligkeit zu verhindern.
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Die TeilnehmerInnen haben je Angebot ein Vorgespräch und fünf Gruppensitzungen zu absolvieren. Im Jahr 2010 fanden drei Gruppenangebote
statt.
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Für fast alle 10 Jugendliche im Jahr 2010 war die Teilnahme an der Switch-Gruppe eine Auflage. Die meisten Auflagen wurden von der Staatsanwaltschaft
und den Gerichten verhängt. In den vorherigem Jahren kamen weitere TeilnehmerInnen auf Anraten der Schule, Arbeitsstelle oder
Jugendamt oder auf Wunsch der Eltern.
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Seit dem Januar 2006 bietet das Café Connection eine kostenlose und anonyme Onlineberatung an. Internetnutzer können Einzelchats
buchen oder sich an moderierten Gruppenchats beteiligen, um sich Informationen über Sucht, Drogen und Hilfemöglichkeiten einzuholen.
Es besteht auch die Möglichkeit, Email-Anfragen über die anonyme virtuelle Beratungsstelle zu schicken.
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Der Zugang zur Onlineberatung erfolgt über die Homepage des Café Connection: www.cafeconnection-donauwoerth.de oder über das Beratungsnetz der Krankenkassen: www.beratungsnetz.de
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Die Chatberatung wird von interessierten Jugendlichen, jungen Erwachsenen, deren Freunden und Eltern genutzt. Gerade bei den
Themen "illegale Drogen" und "Suchtkrankheit" ist die Hemmschwelle, eine fachliche Beratungsstelle aufzusuchen, sehr hoch.
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Seit dem Jahr 2007 können KlientInnen aus den Bundesländern mit den Postleitzahlen 8000 - 9000 auch über die Homepage www.beratung-caritas.de zum Thema Sucht eine Beratung per Email in Anspruch nehmen.
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Die Sicherheit der Onlineberatung erfolgt über ein SSL-Zertifikat.
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Im Jahr 2010 konnten 57 KlientInnen über das Internet anonym beraten werden. Die Kurzkontakte in den Gruppenchats werden in der Statistik nicht erfasst.
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Es wurden 14 Einzelberatungen in Form von Chats geführt., 165 Email Anfragen beantwortet und 8 Gruppenchats abgehalten.
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Die Online-Beratung wird mehr von weiblichen KlientInnen genutzt. Es ist anzunehmen, dass der niedrigschwellige, anonyme Zugang
über das Internet zur Beratungsstelle, für weibliche KlientInnen akzeptabler ist, während mehr männliche Besucher die Beratungsstellen
vor Ort nutzen. Der Großteil der KlientInnen war zwischen 15 - 25 Jahre alt.
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Die Grafik 1 zeigt die Anzahl der Kontakte zu BesucherInnen des Café Connection pro Monat.
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Durch einen längeren krankheitsbedingten Ausfall einer vollen Personalstelle 2009 sind die Zahlen der niedrigschwelligen KlientInnenkontakte
sowie der Einzelgespräche und Onlineberatung seit 2008 zurückgegangen konnten aber im Jahr 2010 im Vergleich zu Vorjahr wieder
ansteigen. Die KlientInnen in der niedrigschwelligen Drogensozialarbeit binden sich sehr stark an das Fachpersonal.
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Im Jahr 2010 steigerten sich die zusätzlichen telefonischen Kontakte und Beratungen, sie wurden 339 mal in Anspruch genommen.
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Insgesamt wurden im Jahr 2010 einschließlich Einmalkontakten 270 Personen erreicht, davon waren 158 männlich und 112 weiblich. (davon 105 Angehörige = 33 männlich, 72 weiblich)
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Seit dem Jahr 1999 wird im Café Connection die Anzahl der erreichten Personen erfasst. Es ist festzustellen, dass diese Zahl
im laufe des vierzehnjährigen Bestehens des Kontaktladens bis 2008 relativ konstant geblieben ist. 2009 konnten nicht so viele
Personen erreicht werden wie in den Jahren zuvor, da ein Mitarbeiter längere Zeit ausgefallen ist. 2010 ist die Anzahl der
erreichten Personen zum Vorjahr wieder leicht gestiegen.
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Es ist festzustellen dass in den Jahren 2009 und 2010 intensivere und häufigere Kontakte zum Klientel stattgefunden haben.
Die Anzahl der erreichten Personen aber noch nicht den Stand von 2008 erreicht hat.
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Es ist eine starke Nachfrage an Beratungsgesprächen seitens Betroffener und Angehöriger außerhalb der Öffnungszeiten festzustellen.
Viele der neuen KlientInnen nutzen die Angebote des Café Connection mit vorheriger Terminabsprache oder durch anonymere Gespräche
am Telefon.
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Der sehr hohe Anteil von Frauen in einer niedrigschwelligen Einrichtung ist erfreulich, muss aber auch relativiert werden.
Viele Mädchen und junge Frauen kommen nur sporadisch oder zu festen Terminen und nutzen den Kontaktladen weniger als "zweites
Zuhause", wie männliche Besucher. Zu Familiengesprächen und Elternkreisen sind häufiger die Mütter bereit. Auch diese Tatsache
erhöht den relativen Frauenanteil.
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Darüber hinaus ist zu erkennen, dass immer mehr Angehörige, besonders Eltern, das Angebot, ein Beratungsgespräch zu führen
und fachliche Hilfe zu bekommen, nutzen.
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Die zahlenmäßige Nutzung der einzelnen Angebote des Café Connection wird aus Grafik 2 deutlich.
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Unter dem Punkt "Essen" werden BesucherInnen erfasst, die am gemeinsamen wöchentlichen Frühstück teilnehmen oder sich selbst
etwas zu essen zubereiten.
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Das Angebot, sich im Kontaktladen zu duschen und Wäsche zu waschen, war weiterhin für einige BesucherInnen notwendig.
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Bei insgesamt 998 Kontakten im Jahr 2010 wurden 447 Beratungsgespräche geführt. Zum Vergleich wurde in der Tabelle die Nutzung der Beratungsgespräche vom Anfangsjahr 1997 des Café Connection angegeben.
Es ist weiterhin ein großer Bedarf an Beratungsgesprächen festzustellen. (siehe Grafik 3)
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Die telefonische Beratung, mit 339 Kontakten im Jahr 2010, ist stark in Anspruch genommen worden und bindet die Arbeitszeit der MitarbeiterInnen.
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Da viele KlientInnen, die sich regelmäßig im offenen niedrigschwelligem Bereich aufhalten, noch einen festen Wohnsitz, soziale
Bindungen, teilweise ein festes Arbeitsverhältnis und Bezug zu ihren Eltern haben, finden auch hier regelmäßig Familiengespräche
statt.
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Im Jahr 2010 wurden von einigen KlientInnen regelmäßig Spritzen getauscht, sowie von uns Alkoholtupfer und Ascorbinsäure ausgegeben.
HIV-Prophylaxe ist fester Bestandteil unseres Angebotes.
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Die MitarbeiterInnen des Café Connection haben im Jahr 2010 bei 13 Informations- und Sekundärpräventionsveranstaltungen in Schulen, Vereinen oder anderen Einrichtungen referiert. Außerdem fanden zwei größere Freizeitaktivitäten mit KlientInnen
statt.
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Die Tatsache, dass es in Donauwörth keine offene Szene gibt, erschwert den Arbeitsbereich "Streetwork". Aufsuchende Arbeit
ist somit größtenteils nur durch Besuche in Privatwohnungen der KlientInnen zu leisten. Leider war es durch die Personalsituation
nicht möglich, in diesem Bereich stärker aktiv zu werden.
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Grafik 3 verdeutlicht die Altersstruktur der KlientInnen des Café Connection pro Monat bezogen auf die Anzahl der BesucherInnen.
Unterteilt wurden die KlientInnen in drei verschiedene Altersbereiche.
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Die Gruppe der x-17 Jährigen bestand zum größten Teil aus KonsumentInnen von THC und Designerdrogen.
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Die 18-26 Jährigen kamen aus allen sozialen Schichten und wiesen verschiedene Konsummuster auf.
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Die Altersgruppe der 27-x jährigen konsumierten größenteils Opiate und Alkohol.
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Im Jahresbericht für 2010 wurden die Angehörigen, wie z.B. Eltern, nicht in die Altersgruppe der 27-x jährigen gerechnet.
Die Anzahl der Angehörigen pro Monat werden in der folgenden Tabelle angegeben. Es ist deutlich zu erkennen, dass das Café
Connection sehr häufig auch als Anlaufstelle für Familienangehörige genutzt wird.
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Jan
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Feb
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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Aug
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Sep
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Okt
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Nov
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Dez
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Angehörige
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18
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8
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17
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4
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6
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15
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13
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4
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10
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7
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14
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1
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Das vorrangige Konsummuster der betreuten Personen wird in der Grafik 4 veranschaulicht.
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Die Statistik des Café Connection unterscheidet drei verschiedene Konsummuster, die sich unter anderem durch den Anspruch
an die konsumierte Droge, und dem sich daraus entwickelnden Verhalten und der Szeneangehörigkeit ergibt.
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Die Rubrik "anregend" erfasst die Personen, die z.B. Ecstasy, LSD, Speed (Amphetamine) und Kokain vorrangig konsumierten. Unter die Rubrik "dämpfend" fallen Personen, die vorrangig Alkohol, dämpfende psychotrope Medikamente und/oder Opiate (Heroin, Methadon, Polamidon, Subutex,
Fentanyl und vereinzelt Codein) konsumierten.
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Der vorherrschende Konsum von Cannabis wird unter "THC" erfasst.
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Überschneidungen dieser Konsummuster konnten hierbei nicht berücksichtigt werden.
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Die BesucherInnen, die vorrangig dämpfende Substanzen konsumieren, ergaben den höchsten Anteil der KlientInnen des Café Connection
im Jahr 2010.
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Die Anzahl der zu betreuenden THC-KonsumentInnen, ist zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Begründung liegt darin, dass sich
im Jahr 2010 mehr Jugendliche mit juristischen Auflagen zur Teilnahme an der "Switch" - Frühinterventionsgruppe für junge
erstauffällige DrogenkonsumentInnen im Café Connection gemeldet haben.
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Die Anzahl der KonsumentInnen von anregenden Drogen ist zum Vorjahr relativ konstant geblieben. Die geringe Anzahl von KonsumentInnen
anregender Drogen liegt begründet in der Konsumüberschneidung. Viele der BesucherInnen konsumieren vorrangig THC, haben aber
ebenfalls regelmäßige Erfahrungen mit anregenden Drogen (z.B. Amphetamin, Ecstasy) gemacht. Auffällig wurde diese Personengruppe
jedoch durch ihren vorrangigen THC-Konsum. Sie werden dadurch auch als THC-KonsumentInnen in der Statistik erfasst.
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Personen ohne Drogenkonsum wie z.B. Familienangehörige, werden in der folgenden Tabelle angegeben. Die KlientInnen in der
Onlineberatung konnten vom Konsummuster nicht definiert werden und somit nicht in die Statistik eingehen.
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Jan
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Feb
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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Aug
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Sep
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Okt
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Nov
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Dez
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Nicht-User
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24
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14
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23
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15
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19
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20
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26
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14
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20
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14
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15
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8
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Das Café Connection ist seit vierzehn Jahren eine Anlaufstelle für KlientInnen mit unterschiedlichen Konsummustern und deren
Angehörige. Die Szenenzugehörigkeit spielt dabei, wie es in vielen anderen Kontaktläden der Fall ist, keine Rolle. Im ländlichen
Bereich der Landkreise Donau-Ries und Dillingen kennen sich die BesucherInnen des Café Connection schon seit längerer Zeit
und haben trotz verschiedener Konsummuster und Interessen keinerlei Berührungsängste oder Antipathien.
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Auffallend ist, dass jugendliche Erst-DrogenkonsumentInnen früher polizeilich auffällig werden, unter anderem durch mehr Drogenkontrollen,
und nicht zuletzt deshalb professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, indem sie nach Beratung fragen.
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Die Jugendlichen demonstrieren mit dem Drogenkonsum keine Gegenbewegung, sondern haben den Konsum psychotroper Substanzen
gewissermaßen "privatisiert". Als häufigster Grund für einen Cannabis-Konsum wird Langeweile angegeben und die Neugierde,
mal etwas Anderes auszuprobieren. Es ist festzustellen, dass der Respekt vor psychotropen Substanzen wie (THC, Amphetamin
und Kokain) zurück gegangen ist.
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Die Angebote des offenen Bereiches wurden von neuen KlientInnen weniger genutzt. Das bekannte Klientel hält den Kontakt regelmäßig
aber in größeren Abständen.
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Dagegen sind Kontakte, telefonisch oder durch Kurzbesuche für Beratungsgespräche auch von Angehörigen, häufig.
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Das Angebot der Onlineberatung wird seit 2006 angenommen. Es ist anzunehmen, dass der anonyme Zugang zu einer Beratungsstelle
für viele Klientinnen akzeptabler ist und sich im Jahr 2011 steigern wird.
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Eine große Herausforderung wird im Jahr 2011 auch das neue Angebot für exzessiv, pathologische InternetkonsumentInnen sowie
Computerspielsüchtige und deren Angehörige werden. In diesem Bereich ist schon seit Anfang 2011 ein steigender Bedarf an Prävention,
Beratung und Behandlung festzustellen.
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Ein Mitarbeiter des Café Connection hat sich seit einigen Monaten verstärkt auf dieses Thema spezialisiert.
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Der weiter zunehmende polyvalente Missbrauch und die häufiger auftretenden Komorbiditäten erfordern intensive Kontaktarbeit
und Betreuung.
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Das Café Connection hat sich neben dem niedrigschwelligen offenen Kontaktladen-Angebot auch immer mehr zu einer Beratungsstelle
für junge Suchtkranke / Gefährdete und deren Angehörige entwickelt.
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Durch den steigenden Bedarf in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen an Begleitung, Beratung und Therapievermittlung neben
den Öffnungszeiten des niedrigschwelligen Bereiches, durch die zusätzlichen Gruppenangebote, (z.B. "Switch", Elternkreis,
Onlineberatung, Sekundärprävention im Jugendbereich, usw.) ist die Arbeit im Café Connection ein wichtiger Teil der Suchtarbeit
in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen.
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Susanne Mayer, Dipl. Soz. Päd. (FH)
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Niels Pruin, Dipl. Sozialpäd./arbeiter (FH)
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