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Pressemitteilungen über Bleivergiftungen durch den Konsum von Marihuana vom 09.11.2007
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Bitte beachten Sie die aktuelle Warnung der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin
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Seit August sind im Raum Leipzig Raum Leipzig 19 Fälle akuter Bleivergiftungen bekannt geworden, die auf vergiftetes Marihuana zurückgeführt werden. Blei wird Gras aus Gewächshäusern ("Skunk") zugesetzt,
um das Verkaufsgewicht zu steigern. Beim Rauchen der gestreckten Ware kann es zu tödlichen Vergiftungen kommen. Bereits vor einigen Jahren waren in Holland, Frankreich und Großbritannien Skunkproben aufgetaucht, die mikroskopisch kleine
Glaspartikel aufwiesen. Die Splitter sollen das Glitzern des THC-Harzes vortäuschen und können langfristig schwere Schäden
der Atemwege nach sich ziehen. In den 70er Jahren waren es Henna, Pfeffer, Mehl, Schuhcreme und andere Substanzen, mit denen Haschisch gestreckt wurde. Blei ist die vorerst gefährlichste Beimengung. Der Schwarzmarkt kennt keine Tabus. Den Preis der Prohibition zahlen die Konsumenten
- in mehrfacher Hinsicht.
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Quelle. Internetgestützter Rundbrief der DGS - Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, erscheint am 8.11.2007
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Online zu lesen unter: http://www.dgsuchtmedizin.de/aktuelles/newsletter/one.newsletter/index.html?entry=page.newsletter.43
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Marihuana mit Blei in Leipzig im Umlauf - Erste Erkrankungen*
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Leipzig. Mit Blei versetztes Marihuana ist in Leipzig und Umgebung im Umlauf. Dies hat die Analyse erster Proben durch das Bundeskriminalamt (BKA) ergeben, teilte die Leipziger Polizei am Mittwoch mit.
Bislang sind den Ermittlern 19 Fälle bekannt, bei denen Konsumenten zum Teil schwerste Bleivergiftungen erlitten. Bei den
Betroffenen seien Bleiwerte im Blut festgestellt worden, die weit über den Grenzwerten lägen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig
ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt, in einem Fall sogar wegen versuchten Mordes. (Leipziger Volksstimme,
7.11.07)
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http://www.lvz-online.de/aktuell/content/46033.html
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Die Stadt Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig informieren: Warnung vor kontaminiertem Marihuana (Mittwoch, 7.11.2007)*
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Aus aktuellem Anlass warnen die Stadt Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig vor bleiverseuchtem Cannabis und Marihuana,
das seit einiger Zeit im Leipziger Raum im Umlauf ist. In den vergangenen Wochen mussten bislang 19 bekannte Fälle aus Leipzig
und dem Leipziger Umland mit Bleivergiftungen akutmedizinisch behandelt werden. Bei den ersten Patienten war die Bleiquelle anfangs unklar. Inzwischen zeichnet sich ein direkter Zusammenhang mit Cannabis-
bzw. Marihuanakonsum ab. Es ist davon auszugehen, dass weitere Personen kontaminiertes Marihuana oder Cannabis zu sich genommen
haben und dass sich immer noch mit Blei versetzter "Stoff" im Umlauf befindet.
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Empfehlungen:
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- Bei Verdacht auf eine chronische Bleiexposition sollte der Bleispiegel im Blut gemessen und ggf. eine entsprechende Therapie
begonnen werden. Diese wird bei schweren Fällen im Krankenhaus begonnen und muss je nach Körperbleigehalt von Hausärzten langfristig,
in Einzelfällen auch über Jahre, fortgeführt werden.
- Betroffenen (auch so genannten "Wochenendkonsumenten") wird geraten, sich zu einer Überprüfung ihres Bleispiegels an das Gesundheitsamt
wenden. Diese Empfehlung gilt auch dann, wenn Konsumenten derzeit beschwerdefrei sind.
- Bei unklaren Beschwerden, insbesondere akute Bauchschmerzen, sollten Konsumenten ihren Arzt oder den Notarzt in jedem Fall
informieren, dass sie Marihuana oder Cannabis konsumiert haben.
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Anzeichen einer Bleivergiftung
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Bei Bleivergiftungen im Zusammenhang mit Marihuana-Konsum wird das Blei über die Atemwege aufgenommen. Im Körper wird es im
Prinzip in allen Geweben abgelagert. Der Knochen ist Hauptspeicher für Blei. Von hier wird das Blei noch über Jahrzehnte ins
Blut und in die Weichteile freigesetzt. Da Blei nicht gut wasserlöslich ist, wird es ohne spezielle Medikamente sehr schlecht
wieder ausgeschieden. Es wird zwischen akuten und chronischen Bleivergiftungen unterschieden, die durch folgende Krankheitsbilder
gekennzeichnet sind:
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akute Bleiintoxikation: Blasse Hautfarbe, Magen-Darm-Beschwerden, schwere Bauchkrämpfe ("Bleikolik"), langsamer Puls, hoher Blutdruck
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chronische Bleivergiftung (nach steigender Blutbleikonzentration): Blutarmut (Bleianämie), Hirnschädigung ("Bleidemenz"),
Nervenschädigung, Zittern/Tremor, Muskelschwäche, Bleisaum am Zahnfleischrand, Nierenschädigung und bei sehr hohen Konzentrationen
die gefürchtete Bleienzephalopathie mit Koma. In Extremfällen treten Todesfälle auf.
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http://leipzig-seiten.de/index.php?option=com_content&task=view&id=931&Itemid=51
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