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Rechtsgrundlagen

Wie mache ich mich strafbar beim Konsum illegaler Drogen?

(Mit dem Besitz ist das Herumtragen und Aufbewahren gemeint, der Umgang meint die Weitergabe, den Verkaufen und den Erwerb.)

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Die Staatsanwaltschaft hat aber die Möglichkeit, jedoch nicht die Pflicht bei ,,geringfügigen Mengen für den Eigenbedarf" das Ermittlungsverfahren einzustellen beziehungsweise von einer Strafe abzusehen. Es ist lediglich ein Richtwert für den Staatsanwalt. In Bayern kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass das Strafverfahren bei einer geringfügigen Menge eingestellt wird. Außerdem schwanken die Werte einer geringfügigen Menge hierfür von Bundesland zu Bundesland erheblich.

Du solltest wissen, dass die Hilfe zum Besitz und zum Umgang mit illegalen Drogen ebenfalls strafbar ist (Beispiele: Du leihst einem Freund Geld um Drogen zu kaufen oder ermutigst ihn dazu; du erlaubst deinem Freund illegale Betäubungsmittel in deinem Auto zu transportieren).

Transportierst du illegale Drogen im eigenen Fahrzeug, kann dir der Führerschein entzogen werden und eine Frist bis zur Wiedererlangung festgesetzt werden. Es reicht allerdings auch ein nachgewiesener Konsum (auch wenn man dabei nicht im Straßenverkehr erwischt wird) oder der Besitz, Erwerb ohne nachgewiesenen Konsum aus, um deine Fahreignung prüfen zu lassen (sehr teuer !).
Unter bestimmten Vorraussetzungen kann dir die Führerscheinstelle dann die Fahrerlaubnis entziehen. Bei einer Anzeige wegen illegaler Drogen im Straßenverkehr kommt es auf jeden Fall zu einem Führerscheinentzug.

Vergiss nicht, dass du beim jeglichem Drogenkonsum eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit hast, auch wenn du es in dem Moment selber anders einschätzen würdest. 

Dir sollte auch bewusst sein, dass die Weitergabe illegaler Suchtmittel von Erwachsenen an Minderjährige in einem Strafverfahren schwerer wiegt. ( Beispiel: ein Neunzehnjähriger gibt seinem siebzehnjährigen Kumpel Cannabis).

Ebenfalls strafbar macht sich, wer Stoffe, die keine Betäubungsmittel sind, als solche ausgibt.

Bei Gericht könne auch glaubwürdige Zeugenaussagen ausreichen, um dir eine Straftat nachzuweisen. Es ist dann deine Aufgabe das Gegenteil zu beweisen.

KonsumentenInnen aus dem Ausland müssen sich meist mit härteren Sanktionen/Konsequenzen auseinandersetzen (Aufenthaltsrecht etc.).

Siehe: www.mindzone.info/drogen/gesetz